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Unsere Manufaktur

TWIKE shown in a blue-light studio setting with its human-electric pedal system

Die TWIKE-Geschichte:
Vier Jahrzehnte Pionierarbeit im Bereich der Mensch-Elektro-Mobilität

Vom muskelbetriebenen Versuchsfahrzeug bis hin zu einer neuen Generation radikal effizienter Elektromobilität: Die Geschichte von TWIKE umfasst vier Jahrzehnte Leichtbau, aktive Mobilität, technologische Weiterentwicklung und eine außergewöhnlich engagierte Community.

1986–1994
Von einer Schweizer Vision zum praxistauglichen Elektroauto

Die Geschichte von TWIKE beginnt mit einem radikalen Leichtbaukonzept: zwei Personen, ein aerodynamisches Fahrzeug und ein möglichst geringer Energieverbrauch. Das ursprünglich muskelbetriebene Versuchsfahrzeug entwickelt sich nach und nach zu einem elektrisch unterstützten Mobilitätskonzept – und bildet schließlich die Grundlage für ein Serienfahrzeug.

Kinder und Besucher versammelten sich bei einer öffentlichen Präsentation um ein frühes TWIKE 2-Modell

1986
Der ursprüngliche TWIKE

Für den Wettbewerb „Innovative Vehicle Design“, der im Rahmen der Weltausstellung in Vancouver stattfand, entwickelt eine Gruppe von Schweizer Studenten und Auszubildenden das erste TWIKE.

Das unter dem Namen „PROJECT 50/50“ konzipierte Fahrzeug soll 50 Kilogramm wiegen, zwei Personen befördern und allein mit Muskelkraft Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h erreichen.

Das aerodynamische zweisitzige Liegerad gewinnt den Functionality Award für sein ergonomisches Design. Seine Leichtbauweise, der Pedalantrieb und der kompromisslose Fokus auf Energieeffizienz legen den Grundstein für alle späteren TWIKE-Generationen.

Das Fahrzeug hieß ursprünglich TWIKE I und wird heute gemeinhin als das Original-TWIKE bezeichnet.

Der ursprüngliche, muskelbetriebene TWIKE-Prototyp, fotografiert vor der Skyline von Vancouver

1991
Der TWIKE 2 kombiniert Muskelkraft und Elektroantrieb

Mit dem TWIKE 2 – ursprünglich TWIKE II genannt – wird aus dem rein muskelbetriebenen Konzept ein Hybrid aus Muskelkraft und Elektroantrieb. Ein elektrischer Zusatzantrieb ergänzt das Pedalsystem und verbessert die Reichweite, die Leistung und die Alltagstauglichkeit erheblich.

1991 wird der TWIKE 2 auf der Forschungsausstellung HEUREKA in Zürich einem breiten Publikum vorgestellt. Tests zeigen, dass ein leichtes, kompaktes und energieeffizientes Fahrzeug, das gemeinsam von seinen Insassen und einem Elektromotor angetrieben wird, im Alltag erfolgreich eingesetzt werden kann.

TWIKE 2 – Prototyp mit Hybridantrieb (menschlich-elektrisch) in einer Studio-Seitenansicht

1992–1994
“ – Vom Prototyp zur Serienentwicklung

1992 wurde die TWIKE AG in Gelterkinden in der Schweiz gegründet, wodurch das Entwicklungsprojekt auf eine professionelle organisatorische Basis gestellt und das Fahrzeug für die Serienproduktion vorbereitet wurde.

Ein spezialisiertes Entwicklungsteam überarbeitet wichtige Komponenten neu, darunter die Rahmenkonstruktion, die Karosserie, die Elektronik, die Batterien, das Getriebe, die Federung und die Steuerung.

Gleichzeitig werden potenzielle Kunden für eine geplante Pilotreihe gewonnen und die technischen und organisatorischen Grundlagen für die Produktion geschaffen.

Der TWIKE 2 bei einer frühen Testfahrt

1995–2001
Serienproduktion, Community und internationale Anerkennung

Langer Konvoi aus TWIKE-3-Fahrzeugen auf einer Landstraße

1995
Vorstellung des serienreifen TWIKE 3

Im Juli 1995 werden die ersten serienreifen TWIKE-3-Fahrzeuge im Rahmen einer BASF-Presseveranstaltung auf dem Hockenheimring vorgestellt.

Die Präsentation markiert den öffentlichen Start der dritten TWIKE-Generation und den Übergang vom Entwicklungsprojekt zum Serienfahrzeug.

TWIKE 3 – Fahrzeuge auf einer Landstraße

1996
Erste Auslieferungen an Kunden

Anfang 1996 werden die ersten Fahrzeuge aus der Pilotreihe an Kunden in der Schweiz und in Deutschland ausgeliefert.

Bis zum Jahresende wurden insgesamt 190 TWIKE-Fahrzeuge montiert und ausgeliefert, was zeigt, dass das leichte, elektrisch-menschlich angetriebene Fahrzeug über die Prototypenphase hinaus erfolgreich produziert und eingesetzt werden kann.

TWIKE 3 – Fahrzeuge auf einer Landstraße

1997
Der TWIKE-Club wird gegründet

Der TWIKE-Club Schweiz wurde gegründet, um den Austausch zwischen Fahrern, Fans und interessierten Leuten zu fördern.

Durch gemeinsame Veranstaltungen, den fachlichen Austausch und Fernreisen trägt der Verein dazu bei, die TWIKE-Vision zu bewahren und weiterzuentwickeln.

Eine Reihe von TWIKE-3-Fahrzeugen, die bei einem Community-Treffen ausgestellt wurden

1998
Die FINE MOBILE GMBH wird gegründet

Die FINE Mobile GmbH wird als deutscher Generalimporteur für TWIKE gegründet.

Das Unternehmen baut Vertriebs-, Kundendienst- und Service-Strukturen in Deutschland auf und beginnt, enge Beziehungen zur wachsenden Gemeinschaft der TWIKE-Fahrer aufzubauen.

TWIKE-Partner und -Fahrer trafen sich mit drei TWIKE-Fahrzeugen in Rosenthal

1998
Die Nordkap-Herausforderung

Sechs TWIKE-Fahrzeuge legen mehr als 10.000 Kilometer zurück – von der Schweiz durch die baltischen Staaten bis zum Nordkap und zurück durch Skandinavien.

Die Fahrt beweist die Zuverlässigkeit und die außergewöhnliche Energieeffizienz des Serienfahrzeugs. Im Jahr 2000 wird diese Leistung mit einem Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde gewürdigt.

Das TWIKE-Team und die Fahrzeuge versammelten sich am Nordkap-Denkmal

1999–2001
Umstrukturierung der Produktion in der Schweiz

Die TWIKE AG und die S-LEM AG, die bisher im Bereich der Fahrzeugmontage tätig waren, fusionieren zur SwissLEM AG.

Das neue Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, die Produktion auszuweiten und das TWIKE-Geschäft zu internationalisieren. Diese Phase führt schließlich im Jahr 2002 zu einer grundlegenden Veränderung der Eigentumsverhältnisse und der Produktionsverantwortung.

2002–2006
Ein neues Zuhause für TWIKE in Rosenthal

Luftaufnahme von Rosenthal in Hessen, dem Produktionsstandort von TWIKE

2002
Die TWIKE-Produktion zieht nach Deutschland um

Im Anschluss an das Umschuldungsverfahren der SwissLEM AG erwirbt die FINE Mobile GmbH die Produktions- und Markenrechte für das etablierte TWIKE-Fahrzeug.

FINE Mobile war bereits seit 1998 als deutscher Generalimporteur tätig.

Produktion, Ersatzteilversorgung, Kundendienst und Weiterentwicklung werden nach Rosenthal in Hessen verlegt. Damit ist die weitere Betreuung der bestehenden Fahrzeuge gesichert und TWIKE erhält eine neue unternehmerische Heimat.

TWIKE-3-Fahrzeuge, die während der Umsiedlungsphase im Konvoi fahren

2002–2004
Wiederaufbau der Produktion und der Ersatzteilversorgung

Bei der Verlagerung geht es um viel mehr als nur den Umzug des Montagestandorts. Materialien, Werkzeuge, Bauteile und Produktionsanlagen werden aus der Schweiz transportiert, inventarisiert und in Rosenthal neu organisiert.

Gleichzeitig sorgt FINE Mobile für den Kundenservice und die Ersatzteilversorgung. Fehlendes Produktionswissen wird wiederhergestellt, Lieferantenbeziehungen werden neu geknüpft und neue Montage- und Büroräume werden eingerichtet.

Nahaufnahme des Pedalantriebsmechanismus im Inneren eines TWIKE 3

2005
Mehr als 100 Kilometer Reichweite

Mit den neu entwickelten Batteriesystemen erreicht der TWIKE erstmals eine Reichweite von über 100 Kilometern.

Die kontinuierliche Weiterentwicklung bestehender Fahrzeuge bleibt ein wichtiger Grundsatz: Wann immer möglich, werden technische Neuerungen auch für bereits ausgelieferte TWIKE-Fahrzeuge bereitgestellt.

Radfahrer, der neben einem geparkten TWIKE 3 fährt

2006
Das Fertigungs-Know-how in Rosenthal wächst

FINE Mobile baut seine technische Kompetenz im eigenen Haus weiter aus. Nach dem Rückzug eines Motorenlieferanten wird die Motorenmontage an Rosenthal verlagert.

Die Produktionsprozesse werden dokumentiert und optimiert, und es werden neue, wartungsfreundliche Batteriegehäuse entwickelt.

FINE Mobile entwickelt sich somit von einem Importeur und Vertriebsunternehmen zu einem unabhängigen Hersteller und Entwickler des TWIKE.

TWIKE-Batteriemodul in einem durchsichtigen Schutzgehäuse

2007–2013
TW4XP, der Automotive XPRIZE und die Anfänge des TWIKE 5

Die Entwicklung des TWIKE 5 begann nicht mit einem einzigen offiziellen Projektstart. Die konzeptionellen Wurzeln reichen bis ins Jahr 2007 zurück.

Erste Ideen und Skizzen für eine neue, leistungsstärkere TWIKE-Generation führten zum TW4XP-Projekt. Der für den Automotive XPRIZE entwickelte Technologiedemonstrator TWIKE 4 macht diese Ideen greifbar und bildet anschließend die Grundlage für den TWIKE 5.

Der TWIKE 4-Technologiedemonstrator fährt auf einer öffentlichen Straße

2007
“ – Die LION-Batterie und erste Ideen für die nächste TWIKE-Generation

Durch die Einführung der LION-Batterie erhöht sich die elektrische Reichweite des TWIKE 3 auf etwa 200 Kilometer.

Der Umstieg auf die Lithium-Ionen-Technologie verringert den Wartungsaufwand für die Batterie, ermöglicht längere Alltagsfahrten und eröffnet neue technische Möglichkeiten.

Im gleichen Zeitraum entstehen im Zusammenhang mit dem geplanten Automotive-XPRIZE-Projekt die ersten Ideen und Skizzen für eine neue TWIKE-Generation.

Aus diesen Ideen entsteht TW4XP – „Three-Wheeler for XPRIZE“ – und bildet den konzeptionellen Ausgangspunkt für den späteren TWIKE 5.

Ein rotes TWIKE 3 fährt auf einer Landstraße unter einem Baum entlang


2010
: Der TWIKE 4 beim Automotive XPRIZE

Für den internationalen Automotive XPRIZE entwickelt TWIKE den TW4XP als völlig neuen und deutlich leistungsstärkeren Technologiedemonstrator.

Der TWIKE 4 vereint kompromisslosen Leichtbau, verbesserte Aerodynamik und einen leistungsstärkeren Elektroantrieb.

Der Prototyp wird im April 2010 auf der Hannover Messe der Öffentlichkeit vorgestellt und anschließend für den Wettbewerb in die USA transportiert. Er erreicht die Endrunde und belegt den dritten Platz in der Kategorie „Alternative Side-by-Side“.

Der Wettbewerb bestätigt das Potenzial des neuen Fahrzeugkonzepts. Die mit dem TWIKE 4 gesammelten Erfahrungen sollen in ein weiterentwickeltes Serienfahrzeug einfließen.

Ein TWIKE 4 im Rennen auf der Rennstrecke beim Automotive XPRIZE

2011–2012
Effizienz und Alltagstauglichkeit im internationalen Wettbewerb

TWIKE-Fahrzeuge beweisen ihre Zuverlässigkeit und ihren außergewöhnlich niedrigen Energieverbrauch bei internationalen Langstreckenrallyes und Effizienzwettbewerben.

Der TWIKE 4 gewinnt 2011 die Gesamtwertung der WAVE, während ein anderes Team die Veranstaltung mit einem TWIKE 3 absolviert.

Weitere Erfolge folgen bei der WAVE 2012 und der e-miglia, wo der TWIKE für seine herausragende Energieeffizienz ausgezeichnet wird.

Diese Fahrten liefern wertvolle Erfahrungen aus der Praxis und zeigen, dass sich außergewöhnliche Effizienz, große Reichweite und praktische Elektromobilität miteinander verbinden lassen.

Ein TWIKE-Fahrzeug auf einer internationalen Straßenrallye durch die Berge

2013
Reichweitenrekord und der Übergang zum TWIKE 5

Bei der ersten eRUDA legt ein seriennaher TWIKE 3, der mit einer für Kunden erhältlichen Batterie ausgestattet ist, 510 Kilometer ohne Zwischenaufladung zurück. Ein teilnehmender Tesla Roadster schafft 418 Kilometer.

Bei derselben Veranstaltung gewinnt das TWIKE-Team auch die Gesamtwertung.

Später im selben Jahr wird der TWIKE 4 auf der Internationalen Automobilausstellung als Technologiedemonstrator und direkte Grundlage für die nächste Fahrzeuggeneration vorgestellt. Die im Rahmen des TW4XP-Projekts gewonnenen Erkenntnisse fließen nun in die Weiterentwicklung des TWIKE 5 ein.

TWIKE beim eRuda-Wettbewerb

2014–2018
Vom Entwicklungskonzept zum konkreten TWIKE-5-Projekt

Aufbauend auf den Erfahrungen mit dem TWIKE 4 nimmt die nächste Fahrzeuggeneration immer mehr Gestalt an.

Das seit dem Automotive XPRIZE verfolgte Ziel, die Stärken des TW4XP in ein weiterentwickeltes Serienfahrzeug zu übertragen, nimmt nach und nach Gestalt an: das TWIKE 5.

In enger Zusammenarbeit mit der TWIKE-Community arbeitet das Team daran, die Fahrzeuganforderungen, die Architektur und die technischen Lösungen weiterzuentwickeln.

Leichtbauweise und außergewöhnliche Energieeffizienz bleiben weiterhin von grundlegender Bedeutung, während das neue Fahrzeug zudem eine deutlich größere Reichweite, bessere Leistung, mehr Sicherheit und eine höhere Alltagstauglichkeit bieten soll.

Transparente technische Darstellung der frühen Fahrzeugarchitektur des TWIKE 5

2015
Das TWIKE 5 wird zu einem konkreten Fahrzeugprojekt

Im Jahr 2015 wird der TWIKE 5 umfassend als eigenständiges Fahrzeugprojekt der nächsten Generation vorgestellt.

Ein Modell in Originalgröße veranschaulicht die geplanten Abmessungen und die neue Fahrzeugarchitektur.

Gleichzeitig optimiert das Entwicklungsteam zentrale Systeme wie Fahrwerk, Antrieb, Batterie, Bordnetz und Elektronik.

Ein frühes Antriebs- und Batterieaggregat wird in einem Sportboot getestet und liefert wichtige Erkenntnisse für das spätere Fahrzeug.

Frühe Konzeptansicht des TWIKE 5, visualisiert während einer Fahrszene auf der Straße

2016
Community Funding Opens the Next Development Phase

Im Juni 2016 erreichten die Darlehen und Reservierungen aus der TWIKE-Community 250.000 €, was den ersten großen Finanzierungsmeilenstein des Projekts markierte.

Mit dieser finanziellen Grundlage schreiten die Vorbereitungen für das geplante Testfahrzeug voran. Die Entwicklungsarbeit konzentriert sich auf die Festlegung des Rahmens, des Fahrwerksaufbaus, der Antriebsarchitektur und der elektrischen Systeme, die für die nächste Phase des TWIKE-5-Projekts erforderlich sind.

Derzeit existiert der Rahmen noch als technischer Entwurf und nicht als Teil eines fertigen Testfahrzeugs. Die Konstruktionszeichnung veranschaulicht, wie das Fahrzeugkonzept schrittweise in eine technisch umsetzbare Konstruktion umgesetzt wird.

2017–2018
Sicherheit, Design und Herstellbarkeit vereinen sich

In weiteren Entwicklungsrunden werden die funktionalen und optischen Anforderungen des TWIKE 5 aufeinander abgestimmt.

Zu den wichtigsten Bereichen gehören die Fahrzeugstruktur, der Überrollschutz, die Aerodynamik, die Außenverkleidungen und die zukünftige Herstellbarkeit einzelner Bauteile.

Der Überrollbügel wurde nicht nur als Sicherheitskomponente, sondern auch als strukturelles und optisches Element entwickelt.

Das Fahrzeug entwickelt sich zunehmend zu einem integrierten System, das Leichtbau, Sicherheit, Effizienz und Fahrdynamik vereint.

Technische Darstellung, die die Sitzanordnung und die vorderen Bauteile des TWIKE 5 verdeutlicht

2019–2020
Öffentliche Premiere und der Übergang zur serienorientierten Entwicklung

Seitenansicht eines TWIKE-5-Konzepts, die das Fahrwerk unter der transparenten Karosserie zeigt

2019
Premiere in Genf und Erreichen des Finanzierungsziels

Im März 2019 wird der TWIKE 5 auf dem Internationalen Automobil-Salon in Genf einem internationalen Publikum und der Fachpresse vorgestellt.

Bei der Präsentation in der Schweiz – der Geburtsstätte des TWIKE – wird das weiterentwickelte Fahrzeugkonzept zum ersten Mal öffentlich in seiner endgültigen Form vorgestellt.

Am 31. Juli erreicht die TWIKE-Community das Mindestfinanzierungsziel von zwei Millionen Euro.

Das schafft eine wichtige Grundlage dafür, die neue Fahrzeuggeneration in die nächste Entwicklungsphase zu führen.

Der TWIKE 5 auf dem Internationalen Automobil-Salon in Genf

2020: Start der serienorientierten Entwicklung des „

Die in der Konzeptphase erstellten CAD-Daten werden analysiert, vernetzt und anhand typischer Crash- und Fahrbelastungen validiert.

Gleichzeitig werden die Produktionsprozesse, der Materialfluss, der benötigte Produktionsraum, die Einkaufsbedingungen und die Lieferlosgrößen genauer ausgearbeitet.

Auch die systematischen Vorbereitungen für die Typgenehmigung beginnen. Die Unterlagen für die genehmigungsrelevanten Komponenten werden zusammengestellt und mit den geltenden gesetzlichen Anforderungen abgeglichen.

Die Vorbereitungen für den Bau des ersten Testfahrzeugs laufen weiter. Damit lassen sich die bisherigen Berechnungen und Konstruktionsentscheidungen im realen Betrieb überprüfen.

Ein Ingenieur, der in einer CAD-Software am Fahrzeugmodell TWIKE 5 arbeitet

2021–2026
Industrialisierung, Erprobung und Produktionsvorbereitung

Das TWIKE 5 entwickelt sich von einem vollständig ausgearbeiteten Fahrzeugkonzept zu einem straßentauglichen Testfahrzeug.

Der Antrieb, die Fahrzeugstruktur, die elektrischen und elektronischen Systeme sowie die Software werden im praktischen Betrieb integriert und getestet.

Gleichzeitig werden in Rosenthal die technischen und organisatorischen Grundlagen für die geplante Kleinserienfertigung geschaffen.

Das serienorientierte TWIKE-5-Design, dargestellt in einer Dreiviertelansicht von hinten

2021
TWIKE entscheidet sich für den Vitesco EMR3

TWIKE entscheidet sich für das hochintegrierte EMR3-System von Vitesco Technologies als Elektroantrieb für den serienreifen TWIKE 5.

Die kompakte Einheit vereint den Elektromotor, die Leistungselektronik und das Untersetzungsgetriebe.

Das System, das bereits in Serien-Pkw zum Einsatz kommt, wird nun erstmals außerhalb des herkömmlichen Pkw-Segments eingesetzt.

Die integrierte elektrische Antriebseinheit EMR3 von Vitesco wurde für den TWIKE 5 ausgewählt

2022
Ausbau des Produktionsstandorts Rosenthal

Der Standort Rosenthal wird um etwa 300 Quadratmeter Produktionsfläche erweitert.

Die neue Halle bietet zusätzliche Kapazitäten für Logistik, Vormontage und Endmontage des TWIKE 5.

Zu seiner nachhaltigen Bauweise gehören eine Holzrahmenkonstruktion, Zellulose-Dämmung und eine Photovoltaikanlage auf dem Dach.

Der Standort entwickelt sich somit nach und nach von einem Entwicklungs- und Servicezentrum zu einer Manufaktur, die für die geplante Kleinserienfertigung gerüstet ist.

Luftaufnahme des erweiterten TWIKE-Produktionsstandorts in Rosenthal

2023
“ – Das erste Testfahrzeug geht auf die Straße

Im Oktober 2023 wird das erste Testfahrzeug – intern als „FET“ bekannt – in Betrieb genommen.

Das fahrtaugliche Basisfahrzeug vereint Rahmen, Fahrwerk, Antrieb, elektrische und elektronische Systeme sowie die Fahrzeugsoftware.

Die praktischen Tests von Antrieb, Lenkung, Fahrwerk und Fahrdynamik beginnen.

Die Ergebnisse ermöglichen eine weitere Optimierung der Komponenten und bilden die Grundlage für die nächste, stärker serienorientierte Entwicklungsphase.

Das TWIKE 5-Fahrgestell wird gerade auf einem Waldweg getestet

2024
“ – Die erste serienreife Karosserie in Schwarz ist fertiggestellt

Nach intensiver Entwicklungsarbeit wurde der erste TWIKE-5-Rahmen gefertigt. Anders als bei einem herkömmlichen „Body in White“ werden die für die Serienproduktion bestimmten Aluminiumbleche vor der Montage schwarz eloxiert – daher der TWIKE-Begriff „Body in Black“.

Schwarze TWIKE-5-Karosserie in schwarzer Ausführung neben einem älteren Aluminium-Chassis

2025
Das zweite Testfahrzeug erweitert das Testprogramm

Im Februar 2025 wird das zweite und deutlich seriennahere Testfahrzeug fertiggestellt.

Das als „Black FET“ bekannte Fahrzeug ermöglicht anspruchsvollere Fahrdynamik-Tests auf geschlossenen Teststrecken.

Zu den Testbereichen gehören Beschleunigung, regeneratives Bremsen, Kurvenverhalten und Stabilität bei höheren Geschwindigkeiten.

Gleichzeitig werden weitere Strömungssimulationen durchgeführt, um die Aerodynamik des Fahrzeugs zu optimieren und zu validieren.

Ein TWIKE 5-Prüfwagen wird auf der Continental-Teststrecke getestet

2026: Fertigstellung des „
“ und Vorbereitung auf die Kleinserienfertigung

Die Entwicklung geht in die letzte Phase.

Die vorhandenen CAD-Daten werden auf die cloudbasierte Onshape-Plattform übertragen und mit einer integrierten Datenstruktur verknüpft, die den Einkauf, die Stückliste und die Produktionsvorbereitung unterstützt.

Es werden weitere Test- und Vorführfahrten unter unterschiedlichen Bedingungen durchgeführt.

Das Testfahrzeug zeigt ein stabiles Fahrverhalten, eine agile Beschleunigung und eine äußerst effektive regenerative Bremsung.

Die technische Konsolidierung, die Vorbereitung auf die Typgenehmigung und die Industrialisierung bleiben die zentralen nächsten Schritte auf dem Weg zur Kleinserienfertigung.

Dreidimensionales TWIKE-5-Fahrzeugmodell, dargestellt in der Entwicklungssoftware Onshape

TWIKE steht für nachhaltige lokale Produktion.

TWIKEs lokale Manufakturphilosophie

TWIKE-Fahrzeuge werden in kleinen Serien in Deutschland gefertigt – mit einem klaren Fokus auf lokale Zulieferer, kurze Transportwege und nachhaltige Materialien. Dieser Ansatz spiegelt einen wachsenden Wandel in der Kleinserien-Automobilindustrie wider, in der Innovation, Qualität und ökologische Verantwortung wichtiger sind als Massenproduktion. Durch die lokale Fertigung schafft TWIKE Transparenz, faire Arbeitsbedingungen und einen geringeren ökologischen Fußabdruck – und bringt zugleich ein Fahrzeug auf die Straße, das weltweit einsatzbereit ist.

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TWIKE-Team bei Entwicklung und Testfahrten mit Partnern auf der Teststrecke<br/>
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