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600 Kilometer TWIKE-Leidenschaft: Im TW636 auf Achse nach Rosenthal

Ein Reisebericht von der Straße – über neugierige Blicke, charmante Boxenstopps und die wahre Wirkung des Pedalierens.
TWIKE 3 on a road between trees

Ein Reisebericht von der Straße – über neugierige Blicke, charmante Boxenstopps und die wahre Wirkung des Pedalierens.

Was macht man, wenn ein TWIKE-Wochenende in Rosenthal ansteht, man selbst aber gut 600 Kilometer weit weg wohnt? Ganz klar: Man setzt sich in sein TWIKE 3, öffnet das Verdeck und genießt jeden einzelnen Kilometer. Unser Community-Mitglied hat genau das getan und uns auf eine faszinierende Reise quer durch Deutschland mitgenommen.
Hier ist seine Geschichte über die Langstreckentauglichkeit des TW636, charmante Begegnungen mit der Justiz und eine Prise TWIKE-Philosophie.

Die Fakten zum Reisegefährten: TWIKE 3 (TW636)
Reichweite: ca. 120 km
Ausstattung: Zusatzlader & Typ-2-Ladebuchse
Ladegeschwindigkeit: Bis zu 86 km Reichweite pro Ladestunde (unter optimalen Bedingungen)

Etappe 1: Industriekultur, Kaffeeduft und Schwarzwald-Idylle
Die Reise startete mit einem echten Highlight für Auge und Gaumen. Der erste Ladehalt führte das TW636 zur ehemaligen Stahlgießerei in Schaffhausen. Wo früher schwere Industrie herrschte, pulsiert heute neues Leben. Während das TWIKE im Parkhaus an der Ladesäule seinen „Durst“ löschte, gab es für den Fahrer einen exzellenten Kaffee im Garten des Restaurant Focaccia Puglia – stilecht im Schatten der alten Kranbahn.
Danach ging es weiter durch den Schwarzwald. Bei angenehm leerer Straße und energiesparender Fahrweise glitt das TWIKE mühelos durch die Kurven. Die erste Nacht wurde auf dem Campingplatz in Walldorf verbracht. Schon hier zeigte sich: Ein TWIKE ist der beste Eisbrecher der Welt. Der Platzwart und die Camper kamen aus dem Staunen nicht heraus. „Was ist das denn? So etwas haben wir ja noch nie gesehen!“ war der Satz, der diesen Trip wie ein roter Faden begleiten sollte.

Etappe 2: Das Navi-Abenteuer und die „Freunde und Helfer“ in Darmstadt
Der Freitagmorgen brachte strahlenden Sonnenschein, aber auch die Tücken der Technik. Mit der Einstellung „Autobahnen vermeiden“ im Navigationssystem wurde die Route über Heidelberg und Darmstadt Richtung Frankfurt zu einer echten Sightseeing-Tour durch jede erdenkliche 30er-Zone. Das kostete Zeit – sorgte aber auch für unvorhergesehene Begegnungen.
In Darmstadt fischte die Polizei das dreirädrige Gefährt kurzerhand heraus und wies es auf eine Fußgängerschutzinsel. Der Grund? Kein Vergehen, sondern pure Neugier! Auch die Beamten hatten so etwas noch nie gesehen. Es entwickelte sich ein wunderbares, 20-minütiges Fachgespräch.

Ein kleiner Tipp für alle E-Mobilisten: Die Polizisten empfahlen zwar eine Ladesäule in der Nähe, diese entpuppte sich jedoch als kleiner Umweg in einer Einbahnstraße – und beide Plätze waren prompt belegt. Da half am Ende doch nur der Blick in die Lade-App (beim nächsten Mal direkt!). Nach einer entspannten Mittagspause inklusive Ladestopp in Frankfurt ging es dann bei bestem „Oben-ohne-Wetter“, geschützt durch Mütze und Sonnencreme, weiter ans Ziel.

Ankunft im TWIKE-Mekka: Übernachtung im Schlafwagen
Pünktlich um 17:00 Uhr rollte das TW636 in Gemünden am Alten Bahnhof ein. Dort wartete bereits „Bahnhofsklaus“ auf den weitgereisten Gast. Die Unterkunft für das Wochenende? Eine urgemütliche Kabine im alten Mitropa-Schlafwagen – passender kann man ein mobiles Wochenende kaum verbringen! Nur ein kurzes Stück weiter in Rosenthal wurden am Abend gemeinsam mit dem TWIKE-Team bereits die Testfahrten für den nächsten Tag vorbereitet.

Ein kleines Reise-Fazit: TWIKE vs. Deutsche Bahn
Wenn man ehrlich ist: Wer dieselbe Strecke mit der Deutschen Bahn zurücklegt, braucht für die gesamte Fahrt – selbst mit den üblichen Verspätungen – gerade mal so viel Zeit, wie beim TWIKE allein für die Ladestopps aufgewendet werden muss. Im Zug kann man sich außerdem entspannt zurücklehnen und ein Buch lesen.
Aber mal Hand aufs Herz: Auf den Schienen der Bahn fehlen eben auch all die wunderbaren TWIKE-Begegnungen, die neugierigen Fragen am Straßenrand und das echte Gefühl von Freiheit und Abenteuer. Und genau das ist es doch, was uns antreibt -und die Sehnsucht auf das TWIKE 5!

Der Samstag: Fachsimpeln und die wahre Wirkung des Pedalierens
Am Samstag verwandelte sich die Halle in Rosenthal schnell in ein Zentrum der TWIKE-Begeisterung. Etliche Neugierige drängten sich um die Fahrzeuge. TWIKE Geschäftsführer Martin Möscheid stand Rede und Antwort, klärte technische Details und steckte die Besucher mit der Vision hinter dem TWIKE-Konzept an.
Genau diese direkten Kontakte sind es, die die Idee weitertragen. Und am Ende des Tages stand eine Erkenntnis fest, die sowohl für das bewährte TWIKE 3 als auch für das neue TWIKE 5 gilt:
Das Pedalieren verlängert die Reichweite des Fahrzeugs zwar nicht wesentlich. Aber das Treten in die Pedale stärkt die Fitness und die Gesundheit des Fahrers – und hat damit eine viel größere Wirkung auf deine eigene Lebensdauer als auf’s direkte Vorwärtskommen!

Und wo wir gerade von Ausdauer, Fitness und Zukunft sprechen: Das gilt in gewisser Weise auch für das TWIKE 5-Projekt selbst. Damit die Serienproduktion bald voll anrollen kann, zählt jeder Impuls aus der Community. Eine wachsende Anzahl von verbindlichen Anzahlungen ist der entscheidende Treibstoff, der den lang ersehnten Serienstart spürbar beschleunigen kann. Je mehr begeisterte Mitstreiter sich jetzt für eine Anzahlung entscheiden und das Projekt unterstützen, desto schneller verwandelt sich die verbleibende Geduld aller treuen Vorbesteller in pure Fahrfreude auf der Straße!

Hast Du auch eine spannende Reisestory mit Deinem TWIKE erlebt? Teile Deine Geschichten mit uns und werden Teil unserer wachsenden Community!

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